Kategorie: Pferd

  • Kuh Klauenprobleme matschig Frühjahr

    Kuh Klauenprobleme matschig Frühjahr

    Kuh Klauenprobleme matschig Frühjahr

    Kuh Klauenprobleme Frühjahr ist ein wichtiges Thema für Tierbesitzer. Klauenalarm im Matsch – So hältst du deine Kühe im Frühjahr auf Trab!

    Moin!

    Kuh Klauenprobleme Frühjahr

    Na, du kennst das sicher: Der Frühling kommt, die Temperaturen steigen, und auf den Wegen und Ausläufen wird’s matschig. Was für uns Menschen nur eine Unannehmlichkeit ist, wird für unsere Kühe schnell zum echten Problem. Im matschigen Frühjahr entwickeln sie nämlich besonders häufig Klauenprobleme. Warum? Ganz einfach: Die Feuchtigkeit und der Kot weichen das Horn auf, schädigen die Haut am Ballen und sind ein gefundenes Fressen für allerlei Erreger. Und mal ehrlich, eine lahme Kuh braucht kein Mensch – die frisst schlechter, gibt weniger Milch und hat auch sonst keinen Spaß. Über 90 Prozent aller Lahmheiten bei Milchkühen gehen auf solche Klauenläsionen zurück. Da müssen wir ran!

    Typisch in dieser nassen Zeit sind gleich mehrere Übeltäter:

    Dermatitis digitalis, auch bekannt als „Mortellaro“ oder Erdbeerkrankheit. Da siehst du rote, granulierende und oft sehr schmerzhafte Stellen am Ballen oder Fesselbereich. Die Kühe lahmen stark und legen sich viel hin. Die Ursache? Feuchte, kotverschmierte Laufgänge, mangelnde Klauenhygiene und manchmal auch überfüllte Ställe.
    Ballenfäule, das ist eine Art Fäulnisprozess zwischen den Klauen. Das Horn im Ballenbereich wird weich, riecht übel und sieht faulig-schwarz aus. Die Kühe haben Schmerzen, wenn die Klauen zusammengepresst werden. Auch hier sind dauerfeuchte und verschmutzte Laufflächen der Risikofaktor Nummer eins.
    Sohlengeschwüre, weiße-Linie-Defekte oder Abszesse. Die entstehen, wenn das Horn durch den Matsch weich wird, die Hornqualität generell nicht top ist und die Klauen zu lang sind, was zu einer ungleichmäßigen Gewichtsverteilung führt. Auch lange Wege auf harten Böden können das fördern. Die Lahmheit kommt oft schleichend und wird dann deutlich sichtbar.
    ✅ Auch die Klauenrehe kann sich im Frühjahr verschlimmern. Das liegt oft an Fütterungsfehlern wie schnellen Futterumstellungen, zu viel Kraftfutter oder Mykotoxinen, aber auch Stress rund um die Geburt. Die Kühe laufen staksig, und es sind oft mehrere Klauen betroffen. Später können daraus auch Sohlengeschwüre entstehen.

    Egal, was es ist, die Anzeichen sind meistens ähnlich: Deine Kuh läuft anders, macht kürzere Schritte, entlastet eine Klaue, macht einen „Katzenbuckel“ oder liegt viel. Sie hat offensichtlich Schmerzen, wenn du die Klaue anfasst. Und das Ende vom Lied ist immer das Gleiche: Weniger Futteraufnahme, weniger Milch, schlechtere Fruchtbarkeit. Das will keiner!

    Was können wir tun? Hilfe zur Selbsthilfe und ein paar Impulse vom „Knochenbrecher“!

    Der Grundsatz ist immer der gleiche: Frühzeitig handeln und nicht nur das einzelne Tier behandeln, sondern auch den Stall und das Umfeld in den Blick nehmen.

    1. Wenn’s schon brennt – die Einzeltier-Hilfe (nach Diagnose an der Klaue!):

      • Funktionelle Klauenpflege: Das ist das A und O! Lass die Klauen fachgerecht ausschneiden. Das hilft, Defekte wie Sohlengeschwüre freizulegen und Abszesse zu drainieren. Bei schmerzhaften Läsionen kann ein Entlastungsblock auf die gesunde Partnerklaue Wunder wirken.
      • Infektiöse Läsionen (Mortellaro, Ballenfäule): Die Stelle muss sauber und trocken sein. Danach kann eine lokale Antibiotika-Salbe oder ein Spray, nach tierärztlicher Anordnung, helfen. Bei tiefen Läsionen kommt ein Verband drauf. Systemische Antibiotika gibt’s nur vom Tierarzt bei schwereren Fällen.
      • Schmerzen lindern: Dein Tierarzt kann dir nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID) geben. Das reduziert Schmerz und Entzündung, und die Kuh frisst wieder besser.
      • Begleitmaßnahmen: Sorg für eine weiche, trockene Liegefläche und saubere Stand- und Laufwege. Halte die Wege zu Futter und Tränke kurz, damit die Kuh sich während der Heilung schonen kann.
    2. Damit es gar nicht erst soweit kommt – Bestands- und Umweltmaßnahmen:

      • Laufflächen und Ausläufe: Drainiere oder befestige matschige Außenflächen. Vermeide Pfützen und Tiefmatsch vor den Stalleingängen und Tränken. Im Stall muss es trocken und sauber sein – eine funktionierende Entmistung ist Gold wert! Keine stehende Gülle, bitte.
      • Hygiene- und Klauenbäder: Bei hohem Infektionsdruck, besonders bei Mortellaro, sind regelmäßige Klauenbäder mit Desinfektionslösungen, nach tierärztlicher Beratung, sehr sinnvoll. Die Stallhygiene muss top sein: mehrmals täglich Kot entfernen und trockene Einstreu. Das minimiert die Dauerfeuchte an Klaue und Ballen.
      • Regelmäßige funktionelle Klauenpflege: Lass deine Kühe 2-3 Mal im Jahr fachgerecht ausschneiden. So verhinderst du Überlängen, Fehlbelastungen und erkennst beginnende Läsionen frühzeitig, bevor die Kuh überhaupt lahmt.
      • Fütterungsmanagement: Gerade im Frühjahr ist das wichtig! Stell deine Kühe langsam auf frisches Gras oder andere neue Futtermittel um, um Pansenazidose und Klauenrehe zu vermeiden. Achte auf ausreichend Raufutter, kontrolliere Kraftfuttergaben und checke auf Mykotoxine. Eine ausgewogene Mineral- und Spurenelementversorgung (wie Biotin und Zink) ist entscheidend für die Hornqualität.
      • Management & Tierselektion: Vermeide Überbelegung und lange Wartezeiten vor dem Melkstand. Auch lange Laufwege auf kaputten Böden sind Gift für die Klauen. Überwach die Lahmheit deiner Tiere (Lahmheits-Scores) und achte bei Zuchtentscheidungen auf gute Klauengesundheit.

    Fazit:

    Das Frühjahr ist eine Herausforderung für die Klauengesundheit, aber kein Grund zum Verzweifeln. Mit einer guten Mischung aus vorausschauendem Management, strenger Hygiene und frühzeitiger, gezielter Behandlung – und immer in enger Absprache mit deinem Tierarzt und Klauenpfleger – kriegst du das in den Griff. Denk dran: Eine gesunde Klaue ist der Motor deiner Kuh!

    Wenn du magst, packe ich dir beim nächsten Mal gerne eine kurze Checkliste für dein „Frühjahrs-Klauenmanagement bei Matsch“ zusammen. Da hast du dann alles auf einen Blick. Was meinst du?
    – Marco „Knochenbrecher“ Tjaden

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    Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei ernsthaften Beschwerden oder Unsicherheiten bitte immer einen Tierarzt aufsuchen.

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  • Kreuzverschlag Pferd

    Kreuzverschlag Pferd

    Kreuzverschlag Pferd

    Kreuzverschlag Pferd ist ein wichtiges Thema für Tierbesitzer. Kreuzverschlag Pferd
    Foto von Helena Lopes auf Unsplash
    Foto von The New York Public Library auf Unsplash

    Kreuzverschlag beim Pferd – wenn die Muskeln streiken

    Moin!
    Hier ist Marco, der Knochenbrecher aus Ostfriesland. Heute geht’s um ein Thema, das jeden Pferdebesitzer kalt erwischen kann: Kreuzverschlag. Plötzlich steht dein Pferd da wie ein Brett, schwitzt wie verrückt und will keinen Schritt mehr gehen. Keine Panik – aber sofort handeln, denn das kann lebensgefährlich werden. Ich erklär’ dir, woran du’s erkennst, was du tun kannst und wie du’s in Zukunft vermeidest.


    Was ist Kreuzverschlag überhaupt?

    Kreuzverschlag Pferd

    Kurz gesagt: Die Muskeln deines Pferds machen dicht. Durch falsche Fütterung, zu wenig Bewegung oder plötzliche Überlastung kommt der Stoffwechsel durcheinander. Die Muskeln übersäuern, Zellen platzen auf – und das Pferd leidet wie verrückt. Im schlimmsten Fall droht Nierenversagen, weil das freigesetzte Myoglobin die Nieren verstopft.

    Es gibt drei Hauptformen:
    1. Sporadischer Kreuzverschlag – einmalig, meist nach Fehlern in Fütterung oder Training.
    2. Wiederkehrender Kreuzverschlag (RER) – genetisch bedingt, oft bei nervösen Sportpferden.
    3. PSSM (Polysaccharid-Speichermyopathie) – eine Stoffwechselstörung, bei der zu viel Zucker in den Muskeln gespeichert wird.


    Wie erkennst du’s? Die Alarmzeichen

    Kreuzverschlag kommt meist während oder kurz nach der Arbeit. Typische Symptome:
    Steifer Gang, besonders hinten – das Pferd läuft wie auf Eiern.
    Schmerzhafte, harte Muskeln in Kruppe und Lende („Bretthinterhand“).
    Starkes Schwitzen, erhöhte Atem- und Herzfrequenz.
    Dunkelbrauner Urin (Myoglobin!) – Notfall!
    Festliegen oder Weigerung, sich zu bewegen – hier geht’s um Minuten!

    Achtung: Bei milden Verläufen (z. B. PSSM) reicht es manchmal, wenn das Pferd nur „komisch“ läuft oder sich nicht richtig versammeln lässt.


    Was tun? Sofortmaßnahmen!

    1. Pferd sofort anhalten – kein Schritt weiter, sonst wird’s schlimmer!
    2. Ruhe bewahren – Stress verschlimmert alles.
    3. Kraftfutter weg, Wasser anbieten – aber nicht zwingen.
    4. Decke drauf – das Pferd darf nicht auskühlen.
    5. Tierarzt rufendas ist ein Notfall!

    Was der Tierarzt macht:
    Infusionen (Flüssigkeit für die Nieren).
    Schmerzmittel (aber Vorsicht bei Nierenproblemen!).
    Blut- und Urintests (CK-Wert checken, Myoglobin im Urin?).


    Wie vermeidest du’s? Prävention ist alles!

    1. Fütterung anpassen

    • Kein Kraftfutter an Ruhetagen! – Wenn das Pferd steht, braucht es kein Getreide.
    • Weniger Zucker, mehr Fett & Fasern – besonders bei PSSM-Pferden.
    • Elektrolyte & Mineralien – Magnesium, Selen, Vitamin E unterstützen die Muskeln.

    2. Training richtig gestalten

    • Immer aufwärmen – 10–15 Minuten Schritt, bevor’s losgeht.
    • Keine plötzlichen Belastungssprünge – nach Ruhetagen langsam starten.
    • Regelmäßige Bewegung – auch an „faulen“ Tagen ein bisschen Schrittarbeit.

    3. Stress reduzieren

    • Ruhige Routine – Pferde sind Gewohnheitstiere.
    • Vorsicht bei Transport & Stallwechsel – manche Pferde reagieren empfindlich.

    Fazit: Kreuzverschlag ist kein Schicksal!

    Ja, Kreuzverschlag ist gefährlich – aber vermeidbar. Mit der richtigen Fütterung, einem durchdachten Trainingsplan und aufmerksamen Augen kannst du das Risiko stark senken. Und wenn’s doch passiert: Sofort handeln, Tierarzt rufen, Pferd schonen.

    Falls du ein Pferd mit PSSM oder wiederkehrendem Kreuzverschlag hast, lass einen Gentest machen und pass die Fütterung an. Bei Fragen komm gerne auf mich zu – ich helf’ dir, einen Plan zu machen.

    Bleib wachsam, aber entspannt – dein Pferd wird’s dir danken!

    Marco, der Knochenbrecher

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  • Hund Zecken entfernen

    Hund Zecken entfernen

    Hund Zecken entfernen

    Hund Zecken entfernen ist ein wichtiges Thema für Tierbesitzer. Hund Zecken entfernen
    Foto von Oscar Sutton auf Unsplash
    Foto von Tonia Kraakman auf Unsplash

    Zecken beim Hund entfernen – so machst du’s richtig!

    Moin!
    Dein Hund hat eine Zecke? Keine Panik – aber auch kein Rumgeeier! Je schneller und sauberer du die Biester rausbekommst, desto geringer ist das Risiko, dass dein Vierbeiner sich was Ernstes einfängt. Borreliose, Anaplasmose oder gar Babesiose – das sind keine Kleinigkeiten. Hier kommt die wissenschaftlich abgesicherte Anleitung, wie du Zecken sicher entfernst, worauf du achten musst und wann du zum Tierarzt solltest.


    Das Problem: Warum Zecken beim Hund gefährlich sind

    Hund Zecken entfernen

    Zecken sind nicht nur eklig, sie können Krankheitserreger übertragen, die deinem Hund richtig zusetzen. Die wichtigsten:

    • Borreliose: Fieber, Lahmheit, geschwollene Gelenke – kann chronisch werden.
    • Anaplasmose: Apathie, Blutungsneigung, Gelenkschmerzen.
    • Babesiose (in manchen Regionen): Hohes Fieber, Schwäche, gelbe Schleimhäute – kann tödlich enden.

    Wichtig: Die meisten Erreger werden erst nach mehreren Stunden übertragen. Heißt: Je schneller du die Zecke rausmachst, desto besser!

    Und nein, du musst nicht gleich in Panik verfallen, wenn du eine findest. Aber du solltest richtig handeln – und das geht so:


    Die Lösung: Zecken richtig entfernen – Schritt für Schritt

    1. Das richtige Werkzeug

    Vergiss Öl, Kleber oder Feuerzeuge – das macht alles nur schlimmer! Nimm stattdessen:
    Zeckenzange (am besten mit spitzer Spitze)
    Zeckenhaken (V-förmig, z. B. von O’Tom)
    Zeckenkarte (praktisch für unterwegs)
    Spitze Pinzette (wenn nichts anderes da ist)

    Warum? Weil diese Werkzeuge die Zecke hautnah greifen und verhindern, dass du ihren Körper quetschst. Quetschen = mehr Speichel = mehr Erreger-Risiko.

    2. Zecke freilegen & greifen

    • Fell scheiteln, damit du die Zecke gut siehst.
    • Werkzeug direkt an der Haut ansetzen – nicht am dicken Hinterleib!
    • Mundwerkzeuge (den „Kopf“) fassen, nicht den Körper.

    3. Rausziehen – aber richtig!

    • Langsam und gleichmäßig ziehen – kein Ruck, kein Zerren!
    • Leicht drehen (links oder rechts, egal) kann helfen, aber nicht wie bei einer Schraube – Zecken haben kein Gewinde!
    • Geduld haben – manchmal braucht es 20–30 Sekunden, bis sie loslässt.

    Wichtig: Wenn du ziehst und die Zecke reißt, nicht aufregen. Meist bleibt nur ein winziges Stückchen zurück, das der Körper selbst abstößt. Aber: Kontrollieren, ob die Einstichstelle sauber ist!

    4. Nach der Entfernung

    • Einstichstelle desinfizieren (z. B. mit Betaisodona oder Octenisept – aber nicht mit Alkohol, der brennt wie Hölle!).
    • Zecke entsorgen – zerdrücken (mit einem Stein oder in Klopapier), in Alkohol legen oder in die Toilette spülen (aber nicht lebendig!).
    • Hund beobachten – wenn er in den nächsten Tagen Fieber, Lahmheit oder Apathie zeigt, ab zum Tierarzt!

    Fazit: Schnell, sauber, sicher – so geht’s!

    Zecken entfernen ist kein Hexenwerk, aber es kommt auf die richtige Technik an. Nicht quetschen, nicht ruckeln, nicht mit Hausmitteln rumdoktern – sonst machst du’s nur schlimmer.

    Merksatz:
    Schnell raus = weniger Erreger-Risiko.
    Hautnah greifen = weniger Quetschgefahr.
    Langsam ziehen = weniger Reste in der Haut.
    Beobachten = früh handeln, wenn was nicht stimmt.

    Und falls du unsicher bist oder die Zecke schon tagelang dranhängt: Ab zum Tierarzt! Lieber einmal zu viel nachfragen als zu wenig.

    Pro-Tipp: Such deinen Hund nach jedem Spaziergang ab – besonders an Ohren, Achseln, zwischen den Zehen und am Bauch. Je früher du die Zecke findest, desto besser!

    Bleib wachsam, aber entspannt – und lass dich nicht von den Biestern kirre machen! 🐕💪

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    Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei ernsthaften Beschwerden oder Unsicherheiten bitte immer einen Tierarzt aufsuchen.

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  • Hufrehe Symptome erkennen

    Hufrehe Symptome erkennen

    Hufrehe Symptome erkennen

    Hufrehe Symptome erkennen ist ein wichtiges Thema für Tierbesitzer. Hufrehe Symptome erkennen
    Foto von Soledad Lorieto auf Unsplash

    Hufrehe erkennen: So handelst du richtig, bevor’s kritisch wird

    Moin!
    Hufrehe ist kein Spaß – und wenn dein Pferd plötzlich lahmt wie ein betrunkener Seemann, solltest du sofort hellhörig werden. Die meisten denken: „Ach, das wird schon wieder.“ Doch während du noch überlegst, frisst sich die Entzündung schon durch die Huflederhaut, und im schlimmsten Fall rotiert das Hufbein. Dann wird’s richtig teuer, schmerzhaft und langwierig. Also: Augen auf, Hufe checken – hier kommt, worauf du achten musst.


    Das Problem: Hufrehe schleichend oder plötzlich – aber immer ein Notfall

    Hufrehe Symptome erkennen

    Hufrehe (Laminitis) ist eine entzündliche Katastrophe im Huf, die die Verbindung zwischen Hufbein und Hornkapsel zerstört. Die Folgen? Hochgradige Schmerzen, Lahmheit, Hufbeinrotation oder -absenkung – und im Extremfall schuht das Pferd aus (ja, das Hufhorn löst sich komplett ab. Grauenhaft.).

    Die fiese Sache: Hufrehe kommt nicht immer mit Pauken und Trompeten. Manchmal fängt’s harmlos an – ein bisschen steifer Gang, Unruhe, ein Pferd, das plötzlich nicht mehr mitmachen will. Und dann, zack, liegt es apathisch in der Box und will nicht mehr aufstehen.

    Die größten Risikofaktoren?
    Fütterungsfehler (zu viel Gras, Kraftfutter, Getreide)
    Stoffwechselprobleme (EMS, Cushing)
    Überlastung (z. B. nach einer Verletzung, wenn das Pferd ein Bein schont)
    Schwere Erkrankungen (Kolik, Gebärmutterentzündung, Vergiftungen)


    Die Lösung: Symptome erkennen – und JETZT handeln

    1. Frühwarnzeichen: „Irgendwas stimmt nicht“

    Dein Pferd ist nicht einfach nur „faul“ oder „stur“. Wenn es plötzlich eines oder mehrere dieser Anzeichen zeigt, handelt es sich um einen Notfall – auch wenn’s noch nicht dramatisch aussieht!

    Widersetzlichkeit beim Hufaufheben – Dein Pferd lehnt sich weg, wenn der Schmied die Hufe kontrollieren will.
    Unruhe in den Beinen – Es setzt die Hufe ständig um, als hätte es Ameisen in den Hufen.
    Taktunreinheit oder steifer Gang – Besonders auf hartem Boden oder in Wendungen.
    Leichte Lahmheit – Vor allem vorne, aber auch hinten möglich.

    → Sofortmaßnahme:
    Futter checken! Kein Gras, kein Kraftfutter, nur zuckerarmes Heu (am besten eingeweicht).
    Hufe kühlen (Eiswasser, Kältepackungen – aber nicht zu lange, sonst Unterkühlung!).
    Tierarzt anrufen – Auch wenn’s „nur“ ein Verdacht ist.


    2. Akute Hufrehe: „Jetzt geht’s richtig los“

    Wenn dein Pferd plötzlich lahmt wie verrückt, sich weigert zu laufen oder sich hinlegt, ist die Hölle los. Typische Anzeichen:

    🚨 Extreme Lahmheit – Das Pferd will nicht mehr auftreten, besonders vorne.
    🚨 Rehestellung („Sägebockhaltung“) – Vorderbeine nach vorne gestreckt, Hinterbeine unter den Bauch gezogen, um die Zehen zu entlasten.
    🚨 Trachtenfußung – Das Pferd belastet nur noch die Fersen, nicht mehr die Zehe.
    🚨 Wendeschmerz – In engen Wendungen wird die Lahmheit schlimmer.
    🚨 Warme bis heiße Hufe – Besonders am Kronrand (da, wo das Fell aufhört).
    🚨 Starker Puls in den Fesselarterien – Wenn du deine Finger seitlich an die Fessel legst, spürst du ein starkes Pochen (normalerweise kaum fühlbar!).
    🚨 Schmerzreaktion bei Hufzangendruck – Wenn der Tierarzt mit der Zange auf die Zehe drückt, zuckt das Pferd zusammen oder reißt das Bein weg.
    🚨 Apathie oder Unruhe – Manche Pferde liegen nur noch rum, andere sind total hibbelig.
    🚨 Fieber oder Kreislaufprobleme – Je nach Ursache (z. B. bei Vergiftungen oder schweren Infektionen).

    → Sofortmaßnahmen (NEBEN dem Tierarzt-Ruf!):
    Boxenruhe! Tief einstreuen (Sägespäne, Sand, Torf), damit das Pferd sich hinlegen kann, ohne sich zu verletzen.
    Hufe kühlenEiswasser oder Kältepackungen (20 Min. kühlen, 20 Min. Pause, wiederholen).
    Kein Futter mehr gebenNUR Wasser und zuckerarmes Heu (wenn überhaupt).
    Schmerzmittel? Nur nach Absprache mit dem Tierarzt! (NSAR wie Phenylbutazon können helfen – aber falsch dosiert gefährlich!)


    3. Chronische Hufrehe: „Wenn der Schaden schon da ist“

    Wenn die akute Phase überstanden ist, aber das Pferd immer wieder lahmt, kann die Hufrehe chronisch werden. Typische Anzeichen:

    🔹 Dauerhafte Lahmheit – Besonders auf hartem Boden oder in Wendungen.
    🔹 Veränderte HufformReheringe (horizontale Rillen im Huf), konkave Zehenwand (die Zehe sieht aus, als wäre sie „eingedrückt“).
    🔹 Hufbeinrotation/-absenkung – Nur im Röntgen sichtbar, aber oft spürbar durch eine abgesunkene Hufkapsel.
    🔹 Kalte Hufe – Bei chronischer Durchblutungsstörung fühlen sich die Hufe manchmal eiskalt an.

    → Langzeitmanagement:
    Regelmäßige Hufpflege – Ein erfahrener Schmied/Huforthopäde muss die Hufe röntgenbasiert bearbeiten.
    Strikte DiätKein Gras, kein Getreide, zuckerarmes Heu (ggf. mit Maulkorb weiden lassen).
    Stoffwechsel checken – Bluttest auf Insulin, Glukose, ACTH (EMS/Cushing?).
    Bewegung kontrollieren – Kein Galoppieren auf hartem Boden, aber sanfte Bewegung (z. B. Spaziergänge im Schritt) ist wichtig.


    Fazit: Hufrehe ist kein Schicksal – aber ein Wettlauf gegen die Zeit

    Hufrehe ist keine Lappalie – sie kann dein Pferd für immer lahm machen oder sogar töten. Aber: Je früher du handelst, desto besser sind die Chancen!

    Deine Checkliste für den Ernstfall:
    Frühwarnzeichen erkennen (Unruhe, Taktfehler, Widersetzlichkeit beim Hufaufheben).
    Bei Verdacht: Futter stoppen, Hufe kühlen, Tierarzt rufen!
    Akute Phase: Boxenruhe, Kühlung, Schmerzmanagement (nur mit TA!).
    Chronische Phase: Röntgen, Hufkorrektur, Diät, Stoffwechsel checken.

    Und denk dran: Vorbeugen ist besser als heilen!
    Kein Übergewicht (dick = Risiko!).
    Kein plötzlicher Futterwechsel (z. B. von Heu auf frisches Gras).
    Regelmäßige Hufpflege (ein guter Schmied sieht Probleme, bevor sie schlimm werden).
    Stoffwechsel im Blick behalten (EMS/Cushing früh behandeln).

    Wenn du nur eine Sache mitnimmst, dann diese:
    Hufrehe ist ein Notfall – auch wenn’s „nur“ ein bisschen lahmt. Handle schnell, handle richtig, und hol dir Hilfe!


    Falls du eine kompakte Checkliste für den Stall brauchst – sag Bescheid, dann mach ich dir eine zum Ausdrucken. Und jetzt: Ab in den Stall und die Hufe checken! 🐴💪

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  • Kolik Pferd was tun – Erste Hilfe und Notfall-Checkliste

    Kolik Pferd was tun – Erste Hilfe und Notfall-Checkliste

    Kolik Pferd was tun

    Kolik Pferd was tun ist ein wichtiges Thema für Tierbesitzer. Kolik Pferd was tun
    Foto von Djordje Gajic auf Unsplash

    Kolik beim Pferd – Was tun? Nicht warten, handeln!

    Moin!
    Dein Pferd steht da wie ein Brett, guckt ständig zum Bauch und will nicht fressen? Oder es wälzt sich wie verrückt und schwitzt, als hätte es gerade einen Marathon gelaufen? Dann geht’s dir gerade wahrscheinlich wie mir vor ein paar Jahren – das Herz rutscht in die Hose, und du fragst dich: Was zum Teufel ist da los? Ganz klar: Kolik. Und die ist kein Spaß, sondern ein Notfall. Hier kommt, was du wissen musst – ohne Schnickschnack, aber mit allem, was wirklich zählt.


    Was ist Kolik überhaupt?

    Kolik Pferd was tun

    Kolik ist kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Symptom – wie Fieber beim Menschen. Irgendwas im Bauch deines Pferdes macht Stress, und das tut weh. Sehr weh. Die Ursachen? Da gibt’s viele:

    • Darmprobleme: Verschlüsse, Verdrehungen, Einklemmungen (ja, der Darm kann sich wirklich verdrehen wie ein nasser Lappen!).
    • Futterfehler: Zu viel auf einmal, plötzliche Umstellung, Schimmel im Heu, zu wenig Wasser.
    • Sand im Darm (besonders bei Pferden, die auf sandigem Boden fressen).
    • Parasiten (Würmer, die den Darm verstopfen).
    • Stress: Umstallung, neue Herde, zu wenig Bewegung.

    Wichtig: Wetterwechsel sind kein direkter Auslöser – auch wenn Oma Erna das seit 50 Jahren behauptet. Studien zeigen: Es sind eher die Begleitumstände (z. B. weniger Bewegung bei Regen), die das Risiko erhöhen.


    Wie erkennst du Kolik? Die Alarmzeichen

    Dein Pferd zeigt eines oder mehrere dieser Symptome? Dann ist Handeln angesagt!

    Leichte Kolik:
    – Unruhig, scharrt, guckt zum Bauch.
    – Frisst nicht, setzt keinen oder nur wenig Kot ab.
    – Liegt öfter als sonst, steht aber wieder auf.

    ⚠️ Mittelschwere Kolik:
    – Wälzt sich, wirft sich hin, steht wieder auf – wie ein Besessener.
    – Schweißausbrüche, schneller Atem, aufgerissene Augen.
    – Bauch ist aufgezogen (Muskeln verkrampft).

    Schwere Kolik (LEBENSGEFAHR!):
    – Pferd liegt apathisch da, reagiert kaum.
    – Kalter Schweiß, blasse Schleimhäute, kühle Beine (Kreislaufversagen!).
    – Kein Kotabsatz, aufgeblähter Bauch.

    Merke: Je stärker die Schmerzen, desto schneller muss der Tierarzt ran!


    Was du SOFORT tun kannst (und was nicht!)

    ✔️ DO’S:

    1. Tierarzt anrufen – JETZT!
    2. Sag klar: „Mein Pferd hat Kolik, Symptome sind [beschreiben].“
    3. Frag, ob du schon mal Spazierengehen sollst (bei leichten Fällen hilft Bewegung, den Darm in Schwung zu bringen).
    4. Kein Futter geben! (Auch kein Heu – das macht’s nur schlimmer.)

    5. Pferd beobachten wie ein Schießhund:

    6. Wie oft wälzt es sich? Wie sieht der Kot aus? (Fotos helfen dem TA!)
    7. Puls und Atmung checken (normal: Puls 28–44, Atmung 8–16 pro Minute).

    8. Bei leichten Symptomen: Spazierengehen

    9. Nicht im Kreis führen (das stresst nur), sondern geradeaus auf ebenem Boden.
    10. Nicht zu lange – 10–15 Minuten, dann Pause.

    11. Wasser anbieten

    12. Manche Pferde trinken bei Kolik nicht – dann hilft eine Elektrolytlösung (vom TA empfohlen).

    ❌ DON’TS (was du NIEMALS tun darfst!):

    • Schmerzmittel geben (z. B. Metacam, Butazolidin) ohne TA-Anweisung!
    • Warum? Weil du damit die Symptome verschleierst – der TA sieht dann nicht mehr, wie schlimm es wirklich ist.
    • Einläufe oder Abführmittel auf eigene Faust.
    • Bei einer Darmverdrehung kann das tödlich enden!
    • Pferd in der Box einsperren.
    • Wenn es sich wälzen will, lass es – aber ohne Hindernisse (keine Ecken, wo es sich einklemmen kann).
    • Abwarten.
    • Kolik ist kein „Wird schon wieder“jede Minute zählt!

    Was macht der Tierarzt?

    Der TA checkt:
    Rektale Untersuchung (fühlt, ob der Darm verlagert ist).
    Ultraschall (bei Verdacht auf Flüssigkeit oder Gasansammlungen).
    Bluttest (Hämatokrit, Laktat – zeigt, wie stark der Kreislauf belastet ist).
    Magensonde (bei Verdacht auf Magenüberladung).

    Behandlung:
    Schmerzmittel (z. B. Buscopan, Metamizol).
    Infusionen (bei Flüssigkeitsmangel).
    Abführmittel (z. B. Paraffinöl bei Verstopfung).
    OP (bei Verdrehungen oder Strangulationen – hier zählt jede Stunde!).


    Wie kannst du Kolik vorbeugen?

    Kolik ist oft hausgemacht – aber zum Glück kannst du viel tun, um das Risiko zu senken:

    🔹 Fütterung:
    Langsame Futterumstellung (über 1–2 Wochen).
    Kleine Portionen (Pferdemagen ist winzig – lieber öfter wenig füttern).
    Kein Schimmel, kein Staub (Heu immer prüfen!).
    Sand vermeiden (bei Sandböden: Heunetze hochhängen, Sandabsatzmittel füttern).

    🔹 Wasser:
    Immer frisches Wasser (auch im Winter!).
    Elektrolyte bei starkem Schwitzen (z. B. nach Transport).

    🔹 Bewegung:
    Täglicher Weidegang (Bewegung hält den Darm in Schwung).
    Kein stundenlanges Stehen in der Box.

    🔹 Parasitenkontrolle:
    Regelmäßige Wurmkuren (aber nicht blind – Kotproben checken lassen!).

    🔹 Stress reduzieren:
    Keine plötzlichen Herdenwechsel.
    Ruhe bei Transporten.


    Fazit: Kolik ist kein Schicksal – aber ein Notfall!

    Kolik ist keine Lappalie – sie kann innerhalb weniger Stunden tödlich enden. Aber: Du kannst viel tun, um sie zu verhindern! Und wenn’s doch passiert:

    1. Ruhe bewahren (Panik hilft niemandem).
    2. Tierarzt anrufen – SOFORT.
    3. Pferd beobachten und Notizen machen.
    4. Nicht rumdoktern – abwarten, bis der TA da ist.

    Und denk dran: Jede Kolik ist anders. Manche Pferde sind nach einer Runde Spazierengehen wieder fit, andere brauchen eine OP. Aber eins ist sicher: Je schneller du handelst, desto besser sind die Chancen.

    Also: Augen auf, Handy griffbereit – und im Zweifel lieber einmal zu viel den TA rufen als einmal zu wenig.

    Bleib gesund, dein Pferd auch – und bis zum nächsten Mal!
    Marco „Knochenbrecher“ Tjaden 🐴💪

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    Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei ernsthaften Beschwerden oder Unsicherheiten bitte immer einen Tierarzt aufsuchen.

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  • Pferd hustet bei Belastung

    Pferd hustet bei Belastung

    Pferd hustet bei Belastung

     

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    **Husten beim Pferd unter Belastung? So packst du’s an!**

    Moin!

    Dein Pferd hustet beim Reiten oder Longieren, aber in Ruhe ist alles normal? Das kann echt nerven – und vor allem ist es ein Warnsignal. Meist steckt equines Asthma (früher COPD oder Dämpfigkeit) dahinter, eine chronische Atemwegserkrankung, die durch Staub, Schimmel oder Ammoniak im Stall ausgelöst wird. Aber keine Panik: Mit den richtigen Schritten kriegst du das in den Griff.

    **Das Problem: Warum hustet mein Pferd bei Belastung?**

    Husten unter Belastung ist oft das erste Anzeichen für gereizte oder verengte Atemwege. Typisch:

    • Trockener Husten zu Beginn, später mit Schleim.
    • Atemnot: Dein Pferd atmet schwer aus, die Nüstern sind gebläht, und die Bauchmuskeln arbeiten mit (sogenannte „Bauchpresse“).
    • Leistungsknick: Es ist schneller schlapp, schwitzt ohne Grund oder will nicht mehr richtig mitarbeiten.
    • Kein Fieber oder Nasenausfluss (außer bei akuten Infekten).

    Hauptverdächtiger: Equines Asthma – eine allergische Reaktion auf Staub, Schimmelsporen oder Ammoniak im Stall. Aber auch Viren (z. B. Herpes) oder Bakterien (z. B. Druse) können dahinterstecken.

    **Die Lösung: So hilfst du deinem Pferd**

    **1. Stallmanagement – der Gamechanger!**

    Die meisten Atemwegsprobleme entstehen durch Staub und schlechte Luft. Hier kannst du sofort handeln:

    Heu dampfen oder wässern – Staub und Schimmelsporen werden reduziert.

    Staubfreie Einstreu – z. B. Hanf oder Gummimatten statt Stroh.

    Gute Belüftung – Keine Zugluft, aber frische Luft muss rein! Fenster auf, Türen offen, Staub absaugen.

    Ammoniak reduzieren – Regelmäßig misten, feuchte Stellen vermeiden.

    Draußen halten – Je mehr Zeit auf der Weide, desto besser für die Lunge.

    **2. Bewegung & Fütterung**

    • Tägliche Bewegung – auch bei Husten! Aber nicht überlasten. Spaziergänge oder lockeres Longieren helfen, die Lunge zu reinigen.
    • Gewicht kontrollieren – Übergewicht belastet die Atmung zusätzlich.
    • Staubarmes Futter – Kein Heulage oder staubiges Kraftfutter. Besser: Pellets oder eingeweichte Rationen.

    **3. Tierarzt checken lassen**

    Wenn der Husten länger als ein paar Tage anhält oder sich verschlimmert, ab zum Tierarzt! Der kann mit:

    • Endoskopie (Atemwege anschauen)
    • Bronchialspülung (Schleimprobe analysieren)
    • Röntgen (Lungenzustand checken)

    die genaue Ursache finden.

    Behandlungsmöglichkeiten:

    • Bronchodilatatoren (z. B. Clenbuterol) – weiten die Atemwege.
    • Kortison (inhaliert oder gespritzt) – bekämpft die Entzündung.
    • Antibiotika – nur bei bakteriellen Infekten!

    **4. Allergene meiden**

    • Pollenflug? Weidezeiten anpassen.
    • Schimmel im Heu? Auf Qualität achten oder Heu dampfen.
    • Stress? Pferde mit Asthma reagieren oft empfindlich auf Hektik.

    **Fazit: Husten ist kein Schicksal!**

    Ein hustendes Pferd ist kein Grund zur Panik, aber ein klares Signal, dass etwas nicht stimmt. Meist reicht schon eine Umstellung im Stall und Fütterung, um die Beschwerden zu lindern. Wenn der Husten bleibt, Tierarzt ran – denn je früher du handelst, desto besser sind die Chancen auf Besserung.

    Dein Pferd wird es dir danken – mit freier Atmung und voller Power beim nächsten Ausritt!

    Quellen: Tierärztliche Kliniken und Praxen (u. a. Pferdeklinik Aschheim, Altano Group, Pavo Futterberatung). Mehr Infos findest du in den verlinkten Artikeln.

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    EMMA Basic Bronchial-Kräuter für Pferde
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    Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei ernsthaften Beschwerden oder Unsicherheiten bitte immer einen Tierarzt aufsuchen.

  • OPC aus Taubenkernmehl für Pferde und Hunde – Was wirklich hilft

    OPC aus Taubenkernmehl für Pferde und Hunde – Was wirklich hilft

    Moin!

    Ich bin Marco Tjaden, Knochenbrecher aus Ostfriesland. Ich behandle Tiere seit Jahren manuell – Pferde, Hunde, alles was vier Beine hat und klemmt. Und ich werde oft gefragt: „Marco, was hältst du von OPC aus Taubenkernmehl? Soll ich das meinem Tier geben?“

    Meine Antwort: Kommt drauf an. Und vor allem: Wie dosierst du?

    Ich verkaufe kein OPC. Ich habe kein Produkt im Sortiment. Ich teile hier meine Erfahrungen aus der Praxis – was funktioniert, was die Studien sagen, und wo du aufpassen musst. Ehrlich, direkt, ohne Marketing-Glibber.

    Was ist OPC überhaupt?

    OPC steht für oligomere Proanthocyanidine. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die vor allem in Traubenkernen vorkommen, aber auch in Apfelkernen, Pinienrinde oder Kakao. OPC gehört zur großen Familie der Flavonoide und wirkt im Körper als Antioxidans.

    Was macht ein Antioxidans? Es fängt freie Radikale ab – also diese aggressiven Sauerstoffverbindungen, die bei Stoffwechselprozessen entstehen und Zellen schädigen können. Zu viele freie Radikale bedeuten oxidativen Stress. Und oxidativer Stress bedeutet: Entzündungen, schnellere Alterung, schlechtere Regeneration.

    Die Forschung zu OPC läuft seit den 1950er-Jahren, vorangetrieben von Prof. Jacques Masquelier in Frankreich. Die meisten Studien sind Humanstudien – aber die pharmakologischen Mechanismen wirken auf zellulärer Ebene. Das heißt: Was beim Menschen funktioniert, gilt oft auch für andere Säugetiere. Hund, Pferd, Mensch – same same, but different.

    Pferde: OPC als Unterstützung für Faszien und Regeneration

    Pferde sind Bewegungstiere. Ihr gesamter Apparat – Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien – ist auf geschmeidige Funktion ausgelegt. Faszien sind die bindegewebigen Hüllen, die jeden Muskel umgeben und den ganzen Körper wie ein Netz durchziehen. Wenn Faszien verkleben, verdichten oder sich entzünden, wird das Pferd steif, unwillig oder zeigt Lahmheiten ohne klaren Befund.

    Genau hier kann OPC unterstützen.

    Faszien-Schutz: Ein plausibler Mechanismus

    Faszien bestehen hauptsächlich aus Kollagen und Elastin – zwei Proteine, die für Stabilität und Elastizität sorgen. Es gibt Enzyme im Körper, die diese Proteine abbauen: Kollagenase und Elastase. Bei chronischer Belastung, Entzündungen oder oxidativem Stress werden diese Enzyme überaktiv – die Faszien verlieren ihre Struktur.

    Die Theorie: OPC könnte Kollagenase und Elastase hemmen. Es würde also wie ein „Wächter“ des Kollagens wirken. Für Pferde mit Faszienverklebungen oder nach manueller Therapie bedeutet das: OPC könnte helfen, die neu gewonnene Beweglichkeit länger zu erhalten.
    Aber: Dieser Mechanismus ist plausibel, aber nicht abschließend bewiesen am lebenden Pferd. In vitro-Studien und Zellkultur-Experimente deuten darauf hin. Mehr nicht. Ich formuliere das hier bewusst vorsichtig – weil ich keine Heilsversprechen mache.

    Antioxidative Wirkung: Gut belegt

    Hier wird die Datenlage solider. OPC zeigt in zahlreichen Studien eine starke antioxidative Wirkung. Es neutralisiert freie Radikale, bevor sie Zellmembranen schädigen können.

    Für Pferde im Training, ältere Tiere oder solche mit chronischen Beschwerden kann das die Regeneration unterstützen. Besonders nach intensiver Arbeit oder manueller Behandlung – also genau dann, wenn der Körper Reparaturprozesse fährt – kann antioxidativer Schutz helfen.

    Entzündungshemmung: Langfristige Unterstützung

    OPC zeigt entzündungshemmende Eigenschaften. Es hemmt die Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen wie TNF-alpha und bestimmten Interleukinen. Wichtig: OPC ist kein Schmerzmittel und ersetzt keine akute Therapie bei Lahmheit oder Verletzung.

    Aber es kann chronische, „schleichende“ Entzündungsprozesse im Bindegewebe mildern – genau die Art von Problemen, die ich als Knochenbrecher oft behandle. Steife Pferde, die „einfach nicht geschmeidig werden“. Da kann OPC ein Baustein sein.

    Synergie mit der Knochenbrecher-Behandlung

    Wenn ich ein Pferd behandle, löse ich Blockaden, mobilisiere Gelenke, bringe die Faszien zum Gleiten. Aber die Behandlung ist nur der „Reset-Knopf“. Was danach kommt, entscheidet über den Langzeiterfolg.

    OPC kann hier ideal unterstützen:

    • Es verbessert das Gewebemilieu durch antioxidativen Schutz
    • Es könnte das neu mobilisierte Bindegewebe vor vorzeitigem Abbau schützen
    • Es unterstützt die Regeneration in den kritischen 48 Stunden nach der Behandlung

    Denk dran: Die Behandlung ist die eine Seite. Die Nachsorge – Bewegung, passende Ausrüstung, Fütterung – ist die andere. OPC kann ein Baustein in diesem Gesamtpaket sein. Kein Wundermittel. Ein Baustein.

    Dosierung für Pferde (studienbasiert)

    Hier gibt es eine konkrete Studie: Davies et al., 2009 untersuchte die Fütterung von Traubenkernextrakt an Rennpferde.

    Ergebnis: Bis 150 mg Traubenkernextrakt pro kg Körpergewicht waren sicher und zeigten positive Effekte auf die Hinterdarm-Fermentation.
    Praktische Empfehlung:

    • 100–150 mg Taubenkernmehl pro kg Körpergewicht täglich
    • Für ein 500 kg Pferd also etwa 50–75 g pro Tag

    Wichtig:

    • Langsam anfüttern (über 1–2 Wochen steigern)
    • Hochwertige Qualität wählen (kaltgepresst, ohne Zusätze)
    • Nicht als Ersatz für tierärztliche Behandlung verstehen

    Hunde: Taubenkernmehl ist SICHER – aber dosiere richtig

    Jetzt kommt der Teil, bei dem ich im Originalartikel falsch lag. Und ich korrigiere das hier offen.

    Die alte Warnung: „Taubenkernmehl ist giftig für Hunde – Finger weg!“
    Die Wahrheit: Taubenkernmehl ist bei richtiger Dosierung NICHT giftig für Hunde.

    Der entscheidende Unterschied: Weinsäure

    Seit 2022/2023 weiß man, was Trauben und Rosinen für Hunde giftig macht: Weinsäure (Tartaric Acid). Diese organische Säure befindet sich hauptsächlich im Fruchtfleisch der Traube. Hunde können Weinsäure schlecht ausscheiden – sie akkumuliert in den Nierentubuluszellen und kann akutes Nierenversagen auslösen.

    Aber: Taubenkernmehl wird aus den Kernen gewonnen, nicht aus dem Fruchtfleisch. Bei der Verarbeitung (Trocknung, Mahlung, Extraktion) wird Weinsäure entfernt oder stark reduziert.
    Cornell University Veterinary Medicine schreibt dazu:
    > „Products such as grape juice, jelly, leaves, grape seed oil and wine have not been associated with toxicosis, likely because processing removes or reduces tartaric acid.“
    Das bedeutet:

    • Ganze Trauben/Rosinen = TOXISCH für Hunde (Weinsäure im Fruchtfleisch)
    • Taubenkernmehl (verarbeitet) = SICHER bei korrekter Dosierung (keine relevante Weinsäure)

    Studien belegen Sicherheit

    Es gibt mehrere Studien zur Sicherheit von Traubenkernextrakt bei Hunden:

    EFSA-Gutachten 2021 prüfte Trockenextrakt aus Traubenkernen als Futterzusatz für Hunde. In den geprüften Studien (Martineau et al., 2016; Fragua et al., 2017) zeigten sich keine unerwünschten klinischen Zeichen bei Dosierungen bis 40 mg/kg Körpergewicht über 24 Wochen.
    Praxis-Empfehlung von Tierärzten und PTA:

    • 1 g Taubenkernmehl pro kg Körpergewicht täglich

    Wichtig: Das bezieht sich auf das Mehl, nicht auf den OPC-Wirkstoff. In 100 g Taubenkernmehl sind etwa 11.000 mg OPC enthalten. Die Dosierung ist also großzügig, aber sicher.
    Beispiele:

    • Kleiner Hund (5 kg): 5 g Taubenkernmehl/Tag
    • Mittlerer Hund (15 kg): 15 g/Tag
    • Großer Hund (30 kg): 30 g/Tag

    Wann du trotzdem aufpassen solltest

    Auch wenn Taubenkernmehl sicher ist – es gibt Situationen, wo Vorsicht gilt:

    • Vorerkrankungen der Niere: Bei Hunden mit bekannten Nierenproblemen solltest du vor der Gabe mit deinem Tierarzt sprechen. Nicht, weil OPC giftig wäre – sondern weil du bei vorgeschädigten Nieren jedes Supplement kritisch prüfen solltest.
    • Welpen und sehr alte Hunde: Hier ist der Stoffwechsel anders. Langsam anfüttern, beobachten.
    • Qualität matters: Kauf kein No-Name-Pulver von zweifelhaften Quellen. Achte auf reine Ware ohne Zusätze, idealerweise aus kontrollierter Produktion.

    Meine Erfahrung aus der Praxis

    Ich empfehle OPC aus Taubenkernmehl inzwischen auch für Hunde – besonders bei:

    • Älteren Hunden mit Gelenkproblemen
    • Hunden nach Operationen oder Verletzungen (Regenerations-Support)
    • Aktiven Hunden (Sport, Agility, Arbeit)

    Die Patienten sind sehr zufrieden. Die Besitzer berichten von besserer Beweglichkeit, schnellerer Erholung nach Belastung. Ist das der Placebo-Effekt? Kann sein. Aber ich sehe auch die Blutwerte, die Gelenkfunktion, die Bewegungsmuster. Und die stimmen.

    Was OPC nicht kann – und was schon

    Ich mache hier keine Heilsversprechen. OPC ist kein Wundermittel. Aber es ist ein sinnvolles Supplement – wenn du es richtig einsetzt.

    OPC kann:

    • Oxidativen Stress reduzieren (gut belegt)
    • Entzündungsprozesse mildern (gut belegt)
    • Die Regeneration nach Belastung unterstützen (plausibel, Praxis bestätigt)
    • Faszien-Gesundheit unterstützen (plausibler Mechanismus)

    OPC kann nicht:

    • Akute Lahmheiten heilen
    • Tierärztliche Behandlung ersetzen
    • Falsche Haltung, Fütterung oder Training ausbügeln

    Denk immer im Gesamtpaket. OPC ist die Kirsche auf dem Kuchen – nicht der Kuchen selbst.

    Fazit: Sinnvoll für beide – wenn du es richtig machst

    OPC aus Taubenkernmehl kann für Pferde und Hunde eine sinnvolle Ergänzung sein. Die Wirkmechanismen sind plausibel, die Sicherheitsdaten bei korrekter Dosierung sind gut.

    Für Pferde: 100–150 mg/kg täglich, studienbasiert. Besonders sinnvoll bei Faszienproblemen, nach manueller Therapie, bei oxidativem Stress.
    Für Hunde: 1 g Taubenkernmehl pro kg Körpergewicht täglich. Sicher bei verarbeiteten Produkten, keine Weinsäure-Problematik.
    Wichtig: Kauf hochwertige Ware, fütter langsam an, und erwarte keine Wunder. OPC unterstützt – es ersetzt nichts.

    Über mich

    Ich bin Marco Tjaden, Knochenbrecher aus Ostfriesland. Ich behandle Tiere manuell – Pferde, Hunde, alles was klemmt. Ich verkaufe keine Produkte. Ich teile, was funktioniert. Wenn du Fragen hast oder einen Termin brauchst: knochenbrecher.de.

    Moin und bis bald,
    Marco „Knochenbrecher“ Tjaden


    🛒 Taubenkernmehl kaufen – meine Empfehlung

    Ich verwende Taubenkernmehl seit Jahren erfolgreich in meiner Praxis. Achte auf kaltgepresstes, reines Produkt ohne Zusätze.

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    Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei ernsthaften Beschwerden oder Unsicherheiten bitte immer einen Tierarzt aufsuchen.

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  • Warum frisst mein Pferd Erde

    Warum frisst mein Pferd Erde

    Warum frisst mein Pferd Erde?

    Pferd frisst Erde ist ein wichtiges Thema für Tierbesitzer. Wenn dein Pferd Erde futtert – Was steckt dahinter?

    Moin, du!

    Pferd frisst Erde

    Ich bin’s, der Marco aus Ostfriesland. Oder, wie manche sagen, der Knochenbrecher. Aber keine Sorge, heute brech ich nix, heute denk ich mit dir über was ganz anderes nach. Du schreibst mir, dein Pferd frisst Erde, und du machst dir da einen Kopp. Verständlich! Ist ja auch nicht alltäglich, wenn dein Dicker da auf einmal im Dreck rumwühlt.

    Das Problem: Dein Pferd hat den Schnabel voll Erde

    Du stehst am Zaun, siehst zu, wie dein Pferd genüsslich am Boden knabbert – und das ist keine Wurzel, das ist schlichtweg Erde. Klar, da macht man sich Gedanken: Fehlt dem was? Ist das schlimm? Muss ich mir Sorgen machen? Lass uns das mal ganz in Ruhe durchgehen. Ich bin kein Tierarzt, das weißt du, aber ich geb dir gern ein paar Impulse und Gedanken mit, worauf du mal achten kannst. Hilfe zur Selbsthilfe, das ist mein Ding.

    Lösung: Hilfe zur Selbsthilfe – Die möglichen Gründe unter der Lupe

    Wenn ein Pferd Erde frisst, gibt es meist ein paar einfache Erklärungen. Hier sind ein paar Dinge, die du mal prüfen könntest:

    1. Fehlt ihm was? Mineralien und Salz: Das ist oft der erste Gedanke, und nicht ganz unbegründet. Manchmal fehlt den Tieren einfach was im Futterplan. Bekommt dein Pferd genug Salzlecksteine? Oder sind die Mineralien im Futter alle im Lot? Vielleicht will er damit einen Mangel ausgleichen. Guck mal genau hin, was er da so bekommt.

    2. Langeweile oder zu wenig Raufutter? Stell dir vor, du hast den ganzen Tag nix zu tun und der Magen ist leer. Dann fängt man auch an, Blödsinn zu machen. Gerade, wenn die Weide schon abgefressen ist oder das Heu rationiert wird, kann es sein, dass dein Pferd einfach Beschäftigung sucht oder der Magen knurrt. Hat er immer genug Heu zur freien Verfügung? Oder gibt es genug Möglichkeiten zur Beschäftigung im Stall oder auf der Weide?

    3. Der Darm und seine Mitbewohner: Manchmal kann auch im Darm was nicht stimmen. Vielleicht hat dein Pferd Würmer, oder die Darmflora ist etwas durcheinander. Das kann dazu führen, dass sie versuchen, über die Erde irgendwas zu finden, was ihnen guttut oder womit sie sich selbst „helfen“ wollen. Wann war denn die letzte Wurmkur? Oder gab es in letzter Zeit Magen-Darm-Probleme?

    4. Stress in der Bude? Pferde sind sensible Tiere. Manchmal fressen sie Erde, wenn sie unter Stress stehen oder sich nicht wohlfühlen. Gab es in letzter Zeit Veränderungen? Neue Boxennachbarn, neuer Tagesablauf, zu wenig Ruhe? Auch das kann ein Auslöser sein.

    Wie gesagt, ich bin kein Doktor, aber diese Punkte sind gute Ansatzpunkte, um mal selbst Detektiv zu spielen. Beobachte genau: Wann frisst er Erde? Immer an derselben Stelle? Nach dem Fressen oder wenn er Hunger hat? Solche Kleinigkeiten können wichtige Hinweise geben.

    Fazit: Bleib dran und beobachte!

    Mach dir nicht gleich einen riesen Kopf, aber nimm es auch ernst. Geh die Punkte mal durch, schau dir die Fütterung und die Umgebung deines Pferdes genau an. Wenn du dir unsicher bist oder das Erdefressen gar nicht aufhört, dann scheue dich nicht, einen echten Tierarzt anzurufen. Der kann dann wirklich ins Detail gehen und checken, ob alles in Ordnung ist. Aber oft reicht schon ein kleiner Blickwechsel in der Fütterung oder Haltung.

    Ich wünsch dir und deinem Dicken alles Gute! Bleib gesund!

    Dein Marco.

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    Marcos Produkt-Tipps für dich:

    Pavo Mineralmix
    Ergänzungsfutter mit Mineralstoffen wie Natrium, Kalzium und Magnesium zur Bekämpfung von Mineralstoffmängeln, der häufigen Ursache für Geophagie[1][2][3]

    NAF Super Silizium
    Flüssiges Silizium-Präparat zur Unterstützung von Bindegewebe und Hufqualität. Als mögliche Ursache für Geophagie wird unter anderem Mineralstoffmangel diskutiert, wissenschaftlich ist dies nicht abschließend belegt.

    Pavo Fibre Beet Pulp
    Ballaststoffreiches Ergänzungsfutter zur Unterstützung der Verdauung und Verhinderung von Sandkoliken durch Erdaufnahme[1][4]

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  • Hufgeschwür beim Pferd erkennen

    Hufgeschwür beim Pferd erkennen

    Hufgeschwür beim Pferd erkennen

    Hufgeschwür Pferd ist ein wichtiges Thema für Tierbesitzer.  

    **Hufgeschwür beim Pferd: So erkennst du’s und handelst richtig**

    Moin!

    Dein Pferd lahmt plötzlich wie verrückt, will kaum noch auftreten und guckt dich an, als hättest du ihm gerade den letzten Keks geklaut? Dann könnte ein Hufgeschwür dahinterstecken – eine der häufigsten Ursachen für akute Lahmheit. Und glaub mir, das tut nicht nur deinem Pferd weh, sondern auch deinem Geldbeutel, wenn’s nicht schnell behandelt wird. Hier kommt dein Norddeutscher Notfallplan, damit du Bescheid weißt und richtig reagierst.

    **Was zum Geier ist ein Hufgeschwür?**

    Hufgeschwür Pferd

    Ein Hufgeschwür (oder Hufabszess) ist nichts anderes als eine eitrige Entzündung im Huf, genauer gesagt in der Huflederhaut. Stell dir vor, irgendwo im Huf – meist an der Sohle, am Strahl oder in der weißen Linie – dringen Bakterien ein (z. B. durch einen Riss, ein Nagelloch oder eine kleine Verletzung). Die machen sich breit, es bildet sich Eiter, und weil der Huf eine starre Kapsel ist, kann der Druck nirgends hin. Ergebnis: Dein Pferd steht da wie auf glühenden Kohlen und lahmt, als hätte es sich den Huf gebrochen.

    Zwei Hauptursachen:

    1. Bakterien (z. B. durch feuchte, matschige Böden, schlechte Hufpflege oder Fremdkörper wie Steine/Nägel).

    2. Quetschungen/Traumata (z. B. Tritt auf einen Stein, falscher Beschlag, Fehlstellungen).

    Wenn der Abszess nicht behandelt wird, sucht sich der Eiter irgendwann selbst einen Weg – meist nach oben zum Kronrand. Dann bricht er durch, und du hast eine offene Wunde mit Eiter. Nicht schön, aber besser als wenn er sich bis zum Hufbein durchfrisst.

    **Wie erkennst du ein Hufgeschwür? Die 5 Alarmzeichen**

    Dein Pferd zeigt plötzlich eines oder mehrere dieser Symptome? Dann ab in den Huf gucken!

    Hochgradige Lahmheit – Dein Pferd belastet den Huf kaum noch, humpelt stark oder hebt das Bein komplett an.

    Warmer Huf – Im Vergleich zum anderen Huf ist der betroffene deutlich wärmer.

    Starker Puls in der Fessel – Leg deine Finger seitlich an die Fessel (da, wo die Adern laufen). Wenn du einen pulsierenden, harten Schlag spürst, ist das ein Warnsignal.

    Druckschmerz mit der Hufzange – Wenn du vorsichtig mit einer Hufzange auf verschiedene Stellen der Sohle drückst und dein Pferd zurückzuckt oder das Bein wegzieht, hast du den Übeltäter gefunden.

    Schwellung am Bein oder Kronrand – Bei fortgeschrittenen Abszessen kann sich das Bein unterhalb des Fesselgelenks verdicken. Wenn der Eiter schon am Kronrand durchbricht, siehst du eine nässende, eitrige Stelle.

    Achtung: Nicht verwechseln mit Hufrehe (dann sind meist beide Vorderhufe betroffen und das Pferd steht wie auf Eiern) oder einem Nageltritt (dann steckt oft noch der Fremdkörper im Huf).

    **Was tun? Dein 3-Punkte-Notfallplan**

    1. Tierarzt oder Hufschmied anrufen – SOFORT!

    Ein Hufgeschwür ist kein Fall für „Ach, das geht schon von allein“. Wenn du Pech hast, frisst sich der Eiter bis zum Hufbein durch oder infiziert Gelenke. Also: Fachmann ranlassen! Der macht Folgendes:

    • Lokalisiert den Abszess (mit Hufzange, Drucktest, manchmal Röntgen).
    • Öffnet den Abszess vorsichtig, damit der Eiter abfließen kann. Nicht selbst rumstochern! Zu tief geschnitten = mehr Schaden als Nutzen.
    • Verordnet Schmerzmittel (z. B. Phenylbutazon), falls nötig.
    • Gibt Tipps für Verbände (meist feuchte Angussverbände, um den Eiter rauszuziehen).

    2. Huf verbinden – aber richtig!

    Nach dem Öffnen muss der Huf sauber und trocken bleiben, damit keine neuen Bakterien reinwandern. So geht’s:

    • Feuchter Verband (z. B. mit Zugsalbe oder Epsom-Salz-Lösung) hilft, den Abszess „reif“ zu machen, wenn er noch nicht offen ist.
    • Trockener Verband (z. B. mit Wundheilcreme und Hufverband) nach dem Öffnen, um die Stelle zu schützen.
    • Täglich wechseln! Sonst gammelt’s vor sich hin.

    3. Stallhygiene & Nachsorge

    • Huf trocken halten – Matsch und Nässe sind Gift für offene Abszesse.
    • Kein Reiten, bis die Lahmheit komplett weg ist und der Huf verheilt.
    • Hufpflege optimieren – Regelmäßige Kontrolle durch den Schmied, gute Hornqualität (Biotin, Zink, ausgewogene Fütterung).

    **Fazit: Nicht warten, handeln!**

    Ein Hufgeschwür ist kein Hexenwerk, aber es tut höllisch weh und kann richtig gefährlich werden, wenn’s ignoriert wird. Deine Checkliste:

    Plötzliche Lahmheit? → Huf checken!

    Warmer Huf + starker Puls? → Hufzange nehmen und Druckpunkte testen.

    Schmerzreaktion?Tierarzt oder Schmied anrufen!

    Abszess geöffnet? → Verbände wechseln, Huf trocken halten, Geduld haben.

    Und denk dran: Vorbeugen ist besser als behandeln!

    • Regelmäßige Hufpflege (alle 6–8 Wochen Schmied).
    • Saubere, trockene Böden im Stall und auf der Weide.
    • Gute Hornqualität (Fütterung checken, ggf. Ergänzungsfutter).

    Wenn du diese Punkte beachtest, bleibt dein Pferd hoffentlich lahmheitsfrei – und du sparst dir teure Tierarzt-Rechnungen. Und falls doch mal was ist: Nicht panisch werden, sondern strukturiert handeln. So wie wir Norddeutschen das halt machen – ruhig, besonnen und mit dem nötigen Know-how.

    Also: Augen auf, Hufe checken, und wenn’s brennt, Fachmann ran! 🐴🔥

    – Marco „Knochenbrecher“ Tjaden

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    Marcos Produkt-Tipps für dich:

    Leovet Hufpflegeöl
    Regelmäßige Hufpflege unterstützt gesundes Hufhorn und beugt Rissen und damit auch Hufgeschwüren vor.

    Kerbl Hufverband / Hufschutz aus Gummi
    Als Krankenschuh/Hufschutz geeignet, um nach Öffnen eines Hufgeschwürs den Verband sauber und trocken zu halten.

    Absorbine Hooflex Magic Cushion Hufpolster
    Anguss- bzw. Hufpolster zum Auftragen in den Huf, unterstützt durch kühlende und entzündungshemmende Eigenschaften bei schmerzhaften Hufprozessen.

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