Schwein Rückenblockade Futterkrippe
Schwein Rückenblockade ist ein wichtiges Thema für Tierbesitzer.
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Dein Schwein zwickt’s am Rücken an der Krippe? Mal Tacheles reden!
Schwein Rückenblockade
Moin zusammen,
ihr kennt das vielleicht: Euer Schwein steht komisch an der Futterkrippe, tut sich schwer beim Bücken oder zeigt Unlust, wenn’s ums Fressen geht. Schnell kommt da die Rede von einer „Rückenblockade“. Aber mal ehrlich, bei unseren Borstentieren ist die Sache nicht so einfach, wie manch einer meint. Wir reden hier nicht von einem Pferd oder Hund.
Was wirklich dahintersteckt – und was nicht
In der Tierarzt-Wissenschaft gibt’s den Begriff „Rückenblockade“ fürs Schwein so gut wie gar nicht. Das ist eher ein Ding aus der menschlichen oder Kleintier-Chiropraktik, eine funktionelle Diagnose. Bei unseren Schweinen wird das anders genannt und betrachtet.
Was die Forschung aber ganz klar sieht und was oft zu solchen Symptomen führt, die ihr vielleicht als „Rückenblockade“ deutet, das sind andere Dinge:
- Streit und Zoff an der Krippe: Gerade in Laufställen kann es richtig zur Sache gehen. Rangkämpfe, Schubsen, Drängeln – da gibt’s schnell mal einen Stoß in den Rücken oder andere Verletzungen im Futterbereich. Das sieht man an Drohgebärden und wie Tiere versuchen, sich aus dem Weg zu gehen.
- Schmerzen im Bewegungsapparat: Das sind die „echten“ Lahmheiten oder Rückenschmerzen. Die Schweine bewegen sich anders, lahmen, fressen langsamer oder weniger. Wenn man den Rücken abtastet, wehren sie sich vielleicht. Sie liegen mehr und wollen sich nicht so recht bewegen. Die Wissenschaft spricht hier von „Schmerz“ oder „Lahmheit“, nicht von „Blockade“.
- Stress durch schlechte Fressplätze: Wenn die Futterkrippe zu eng ist, der Boden rutschig oder scharfe Kanten dran sind, dann bedeutet das Stress für die Tiere. Sie können sich nicht entspannt bücken, bekommen Angst vor Verletzungen oder werden von anderen abgedrängt.
Wie ihr solche Probleme erkennt
Vielleicht habt ihr schon beobachtet, dass ein Schwein:
* Schief oder breitbeinig an der Krippe steht.
* Zögerlich ist beim Bücken zum Futter – das kann auf Schmerzen in der Wirbelsäule oder den Gliedmaßen hindeuten.
* Den Fressplatz meidet, weil es rangniedriger ist oder schon mal dort verletzt wurde.
* Aggressiv oder abwehrend reagiert, wenn ihr den Rücken anfasst.
Ganz wichtig: Diese Zeichen sind unspezifisch. Sie können vieles bedeuten und müssen genau abgeklärt werden.
Was tun? Hilfe zur Selbsthilfe und klare Ansagen!
Jetzt kommt der Knochenbrecher ins Spiel – aber mit einem klaren Hinweis: Wenn ihr solche Symptome bei euren Schweinen seht, ist der allererste und wichtigste Schritt der Anruf beim Tierarzt! Nur der kann eine genaue Diagnose stellen, ob es eine Verletzung, eine Entzündung oder etwas anderes ist. Er kann dann auch Medikamente geben, wenn nötig.
Aber ihr selbst könnt im Stall schon einiges tun und beobachten:
- Schaut genau hin am Fressplatz: Ist genug Platz für jedes Schwein? Können alle gleichzeitig und ohne Stress fressen? Oder gibt es Drängelei und Rangeleien, bei denen sich die Tiere gegenseitig verletzen könnten? Ein Tipp aus der Forschung: Ausreichend Fressplätze und Standbreite können Rangkämpfe deutlich reduzieren.
- Der Boden muss stimmen: Ist der Boden am Fressplatz rutschfest? Wenn die Tiere beim Fressen wegrutschen oder sich nicht sicher hinstellen können, belastet das den gesamten Bewegungsapparat.
- Kanten und Ecken prüfen: Sind an der Futterkrippe oder im Bereich drumherum scharfkantige Bauteile, an denen sich ein Schwein stoßen oder schneiden könnte? Weg damit!
- Gruppenmanagement: Manchmal hilft es schon, die Gruppenzusammensetzung zu überdenken, um Rangkämpfe zu minimieren.
- Beobachtet das Fressverhalten: Frisst das betroffene Schwein langsamer? Nimmt es weniger Futter auf? Oder versucht es nur, wenn kein anderes Schwein in der Nähe ist? Das alles sind Hinweise.
Zur sogenannten „manualtherapeutischen Behandlung“ oder „Physiotherapie“ beim Schwein gibt es derzeit kaum belastbare Studien. Das ist also eher experimentell zu sehen. Ein bisschen vorsichtiges Dehnen oder Massieren kann zwar unterstützend wirken, aber es ersetzt keine tierärztliche Diagnose und Behandlung. Das muss ich als Knochenbrecher ganz klar sagen!
Fazit vom Marco:
Also, wenn euer Schwein Schwierigkeiten an der Futterkrippe zeigt, denkt nicht gleich an eine „Blockade“, sondern seht das als Alarmzeichen. Ruft euren Tierarzt an! Und während der auf dem Weg ist, könnt ihr schon mal eure Fressplätze kritisch unter die Lupe nehmen: Platz, Boden, Kanten, Gruppendynamik. Oft stecken da ganz praktische Probleme dahinter, die man mit wachem Auge und ein paar Handgriffen selbst verbessern kann.
Mit diesen Impulsen bekommt ihr das oft schon wieder in den Griff!
Euer Marco Tjaden, der Knochenbrecher aus Ostfriesland.
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Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei ernsthaften Beschwerden oder Unsicherheiten bitte immer einen Tierarzt aufsuchen.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei ernsthaften Beschwerden oder Unsicherheiten bitte immer einen Tierarzt aufsuchen.
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